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Im Stadtrat von Petershagen hat ein Antrag zur Erweiterung der Integrationsberichterstattung eine deutliche politische Debatte ausgelöst. Die SPD beantragte, künftig nicht mehr nur reine Zuweisungszahlen geflüchteter Menschen zu erfassen, sondern auch qualitative Aspekte wie die soziale Betreuung, Lebensperspektiven, Sprachförderung und das ehrenamtliche Engagement ausführlich zu berücksichtigen. Ein von der AfD-Fraktion eingereichter Gegenantrag lehnte dieses Vorhaben jedoch strikt ab.
SPD-Fraktionschef Ingo Ellerkamp kritisierte die Argumentation sowie die Wortwahl der AfD daraufhin ungewöhnlich scharf. Er warf der Partei vor, Geflüchtete pauschal für gesellschaftliche Probleme verantwortlich zu machen und eine spaltende Rhetorik zu nutzen. Ellerkamp betonte, dass die Kommunalpolitik Verantwortung für sämtliche Bürger in Petershagen trage und wichtige Aufgaben wie die Sanierung von Schulen und Sport hallen oder die Kinderbetreuung weiterhin im Fokus stünden.
Bei der Integrationspolitik gehe es um Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und nicht rein um Asylfragen, machte der SPD-Fraktionsvotsitzende deutlich.
Vertreter von FDP und Grünen unterstützten die Einschätzung der SPD ausdrücklich. Sie hoben die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit und humanitärer Werte bei der Integration Schutzsuchender hervor. Seitens der AfD-Fraktion er folgte während der Sitzung keine inhaltliche Erwiderung auf die Kritik.
Der SPD-Antrag wurde vom Stadtrat schließlich mehrheitlich angenommen, während die vier Vertreter der AfD geschlossen dagegen stimmten. Künftig behandelt der Fachausschuss somit regelmäßig auch qualitative Kriterien der kommunalen Integrationsarbeit.





