SPD OV Petershagen-Weser

Petershagen kann mehr!

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Wer vor den Gefahren im Netz warnt, darf bei Medienkompetenz nicht kürzen

Der Ausschuss für Kultur und Medien beschäftigt sich heute ab 13:00 Uhr auf Antrag der SPD-Fraktion mit der Förderung von Medienkompetenz in NRW. Hintergrund sind geplante Kürzungen der Landesregierung im Bereich der Medienkompetenzförderung. Medienminister Nathanael Liminski schreibt im Bericht für den Ausschuss zwar davon, dass die Landesregierung „die Medienkompetenzförderung zu einem Schwerpunkt der Medienpolitik ausgebaut“ habe. Tatsächlich wurden die Haushaltsmittel dafür jedoch in der Amtszeit von Medienminister Liminski von anfangs 1,25 Millionen Euro auf jetzt geplante 700.000 Euro für das Jahr 2027 gekürzt.

Hierzu erklärt Rodion Bakum, medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Wer vor Desinformation, Cybergrooming, Radikalisierung und den Risiken sozialer Medien warnt, darf bei der Medienkompetenz nicht kürzen. Genau das tut Schwarz-Grün aber. Die Landesregierung beschreibt die Gefahren ausführlich – und streicht trotzdem Angeboten, die Menschen im Umgang mit diesen Gefahren stärken sollen.

Der Bericht der Landesregierung zählt auf sieben Seiten zahlreiche Projekte auf. Viele einzelne Projekte ergeben aber noch keine Strategie. Gefragt hatten wir nach einem vollständigen Überblick, klaren Zuständigkeiten und einer verlässlichen Finanzierung. Bekommen haben wir eine ausdrücklich unvollständige Liste für das laufende Jahr. Was 2027 aus den Angeboten wird und wie sie dauerhaft zusammenspielen sollen, bleibt offen.

Kinder und Jugendliche bewegen sich jeden Tag in digitalen Räumen. Eltern und Lehrkräfte müssen sie dabei begleiten können. Dafür reichen einzelne Modellprojekte und zeitlich begrenzte Programme nicht aus. Medienkompetenz muss verlässlich dort vermittelt werden, wo Menschen lernen, arbeiten und ihren Alltag verbringen.

Die Landesregierung muss deshalb eine gemeinsame Strategie mit klaren Zielen, festen Zuständigkeiten und einer gesicherten Finanzierung vorlegen. Die geplanten Kürzungen müssen vom Tisch. Medienkompetenz ist keine Kürzungsreserve. Sie ist eine Voraussetzung für wirksamen Kinder- und Jugendschutz, gesellschaftliche Teilhabe und eine wehrhafte Demokratie.“

 
Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche muss verbindlich aufgearbeitet werden

Heute wurde in Düsseldorf der Abschlussbericht der Landeskommission zur Etablierung von Standards zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche vorgestellt. Am morgigen Donnerstag beraten die Kinderschutzkommission und der Familienausschuss des Landtags gemeinsam über die Ergebnisse.

Hierzu erklärt Dr. Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Aufarbeitung darf keine Checkliste sein, nach deren Abarbeitung Institutionen einen Schlussstrich ziehen können. Sie muss das Schweigen brechen, das Leid der Betroffenen anerkennen und sichtbar machen, wo Verantwortung übernommen werden muss. Diesem Anspruch wird der Abschlussbericht gerecht.

Konkret empfiehlt die vom Landtag eingesetzte Kommission drei Instrumente: Ein Landesaufarbeitungsgesetz soll einen verbindlichen Rahmen schaffen. Außerdem soll eine unabhängige Aufarbeitungskommission beraten und sich einmischen können, wenn Institutionen ihrer Verantwortung nicht gerecht werden. Drittens soll ein landesweiter Betroffenenrat sicherstellen, dass Betroffene nicht nur angehört werden, sondern die Aufarbeitung dauerhaft mitgestalten. Damit wäre Aufarbeitung nicht länger allein vom Willen einzelner Institutionen abhängig.

Wir unterstützen die Vorschläge der Kommission. Jetzt darf der Bericht nicht in einer Schublade verschwinden. Die Arbeit an den neuen Strukturen muss sofort beginnen – gerne noch vor der nächsten Landtagswahl. Viele Betroffene warten seit Jahrzehnten darauf, dass ihr Leid anerkannt und Verantwortung übernommen wird. Manche sind über diesem Warten alt geworden.

Besonders wichtig ist der Hinweis, dass sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche nicht nur in Kirchen, Vereinen, Internaten oder anderen Institutionen stattfindet. Die meisten Übergriffe geschehen in Familien und im sozialen Nahfeld. Auch dort darf die Gesellschaft nicht wegsehen. Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche muss überall verbindlich aufgearbeitet werden.“

 
PISA zeigt: Kein Weiter-so, sondern endlich umdenken

Heute wurden die Ergebnisse der jüngsten PISA-Studie vorgestellt. Die Leistungen der 15-Jährigen sind demnach auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung gefallen. Etwa jeder Dritte erreicht in Mathematik und Lesen nicht das grundlegende Kompetenzniveau, in den Naturwissenschaften ist es rund jeder Vierte. Zugleich hängt der Bildungserfolg weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab. Hierzu erklärt Jochen Ott, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

 25 Jahre nach dem ersten PISA-Schock haben wir kein Erkenntnisproblem mehr. Durch PISA und viele weitere Studien wissen wir längst, dass zu viele Jugendliche die Schule ohne ausreichende Grundkompetenzen verlassen. Außerdem wissen wir, wen das besonders trifft: Kinder, die unter schwierigeren sozialen Bedingungen aufwachsen. Trotzdem zeigt die Entwicklung seit 2015 wieder nach unten. PISA sagt nicht, dass unsere Kinder weniger klug geworden sind. Die Studie zeigt, dass unser Bildungssystem zu viele von ihnen zurücklässt und soziale Ungleichheit noch immer vererbt wird. Herkunft darf aber nicht über Zukunft entscheiden.

Für NRW heißt das: Nicht weitermachen wie bisher, sondern endlich umlenken. Schulministerin Feller muss früher fördern, Ressourcen gerechter verteilen und Qualität in den Mittelpunkt stellen. Mit einem Chancenjahr möchten wir schon vor der Einschulung feststellen, welche Unterstützung ein Kind braucht – und die dann auch verbindlich anbieten. Schulen mit besonderen Herausforderungen brauchen nach dem Schulsozialindex mehr Personal und Familiengrundschulzentren. Um echte Chancengleichheit zu erreichen, braucht es mehr Lehrkräfte, multiprofessionelle Teams und Zeit für individuelle Förderung. Das Land muss seine Mittel konsequent nach dem Schulsozialindex verteilen und Schulen mit großen Herausforderungen besonders unterstützen.

 
SPD Petershagen-Weser auf dem Petershäger Altstadtfest im Dialog

Beim diesjährigen 40. Altstadtfest in Petershagen war auch die SPD Petershagen mit einem eigenen Informationsstand vertreten. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, mit den Mitgliedern der SPD ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und sich über aktuelle Themen auszutauschen.

Im Mittelpunkt stand dabei vor allem der direkte Kontakt zu den Menschen vor Ort. Die Mitglieder der SPD Petershagen nahmen sich Zeit für die Anliegen der Besucherinnen und Besucher und beantworteten zahlreiche Fragen zu kommunalen und politischen Themen.

Unterstützt wurde der Stand von den Jusos im Kreis Minden-Lübbecke. Sie setzten einen besonderen Schwerpunkt auf die Themen Schule und Bildung. Dabei konnten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Anliegen und Positionen der Jusos informieren und mit den jungen politischen Aktiven ins Gespräch kommen.

Für eine zusätzliche Attraktion sorgte ein Malwettbewerb, der insbesondere bei den jüngeren Besucherinnen und Besuchern für Begeisterung sorgte. Kreativität und Spaß standen dabei im Vordergrund und machten den Informationsstand zu einem Treffpunkt für die ganze Familie.

 
3.100 Hitzetote sind kein bestandener Stresstest

Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat heute Maßnahmen der Landesregierung infolge der historischen Hitzeperiode in diesem Sommer vorgestellt. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind in diesem Jahr allein in NRW bis Mitte August etwa 3.100 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Hierzu erklärt Lisa Kapteinat, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

NRW war auf die enorme Hitzeperiode in diesem Sommer nicht ausreichend vorbereitet. Laut RKI gab es allein in NRW etwa 3.100 geschätzte Hitzetote. Das ist ganz sicher kein bestandener Stresstest. Es ist allein der Verdienst der Beschäftigten, dass sie die Versorgung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen auch unter enormen Belastungen aufrechterhalten konnten.

Seit Jahren ist bekannt, welche Folgen der menschengemachte Klimawandel haben wird und wie hart extreme Hitze gerade ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen trifft. Deshalb hat sich die Landesgesundheitskonferenz auch schon 2022 mit dem Hitzeschutz beschäftigt. Trotzdem sind die entscheidenden Investitionen ausgeblieben. Erst nach einem Hitzesommer historischen Ausmaßes wird Schwarz-Grün zögerlich aktiv. Offensichtlich fehlte es innerhalb der Landesregierung an der richtigen Prioritätensetzung. Deshalb werden entscheidende Förderprogramme erst jetzt auf den Weg gebracht – womit wertvolle Jahre verloren gegangen sind.

 
Vier Klimaschutzpakete ersetzen kein Klimaschutzgesetz

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur hat heute das vierte Klimaschutzpaket der Landesregierung vorgelegt. Gleichzeitig steht die im Koalitionsvertrag von CDU und Bündnis 90/Die Grünen versprochene Novellierung des Klimaschutzgesetzes weiterhin aus. Für die kommende Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie hat die SPD-Fraktion deshalb eine Berichtsanforderung eingereicht und gefragt, ob die Landesregierung ihr Versprechen einhalten wird oder nicht. Hierzu erklärt André Stinka, wirtschafts- und klimaschutzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Vier Klimaschutzpakete ersetzen kein Klimaschutzgesetz. Dabei haben CDU und Grüne 2022 versprochen, das Gesetz zum zentralen Instrument ihrer Klimapolitik zu machen. Fast vier Jahre später fragen wir uns: Wo ist das Klimaschutzgesetz denn? Die Frage wird Ministerin Neubaur in der kommenden Ausschusssitzung beantworten müssen.

Auch das vierte Klimaschutzpaket der Landesregierung bleibt wenig verbindlich: Unter einem neuen Etikett werden bereits laufende Maßnahmen mit Programmen gebündelt, die erst noch beginnen sollen. Taskforces, Dialogangebote, eine ‚Diskursoffensive‘ und ein Online-Rechner können sinnvolle Ergänzungen sein. Sie ersetzen aber weder verbindliche Ziele noch klare Zeitpläne und eine gesicherte Finanzierung. Eine Liste mit 80 Punkten ist noch kein politischer Plan.

Besonders unglaubwürdig ist das angekündigte Ziel, Bürokratie abzubauen. Schwarz-Grün hat das LANUV aufgespalten, zusätzliche Stellen geschaffen und damit jährliche Mehrkosten von Millionen Euro verursacht. Gleichzeitig wurden die Mittel für Klimaschutz und Energiewende in den vergangenen Jahren immer wieder gekürzt.

Klimaschutz ist auch Wirtschaftsschutz – darin stimmen wir mit Ministerin Neubaur überein. Dafür brauchen Unternehmen und Kommunen aber Planungssicherheit und Verbindlichkeit. Die Ministerin muss endlich das versprochene Klimaschutzgesetz vorlegen, messbare Zwischenziele festlegen und transparent darlegen, welche Maßnahme bis wann umgesetzt und finanziert wird. NRW braucht kein neues Paket, sondern eine Landesregierung, die endlich liefert.“

 

News der NRWSPD

NRWSPD
Die NRWSPD ist am 2. November 2026 im Johannes-Rau-Haus in Düsseldorf mit dem Thema Mieten als erste Phase in ihre Vorwahlkampagne gestartet. Spitzenkandidat Jochen Ott und Landesvorsitzende Sarah Philipp stellten die Plattform fairmieten.nrw vor. Dort können Mieterinnen und Mieter aus ganz NRW ihre Erfahrungen und Beschwerden einreichen. Die NRWSPD geht den Fällen nach und macht Missstände öffentlich, wenn Wohnungsunternehmen ihren Pflichten nicht nachkommen. Parallel stellte die Partei Konzepte vor, wie das Land selbst wieder bauen und den Mieterschutz ausbauen will.

Jochen Ott zu den Gen-Z-Demonstrationen in NRW Am 31. Oktober 2026 beteiligten sich in Nordrhein-Westfalen mehrere Zehntausend junge Menschen an den Demonstrationen der Gen Z. Dazu erklärt Jochen Ott, SPD-Spitzenkandidat

Das Berliner Immobilienunternehmen Grand City Properties (GCP) hat am Dienstag, den 20. Oktober 2026, mitgeteilt, größter Aktionär des führenden nordrhein-westfälischen Vermieters LEG geworden zu sein.

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05.11.2026 14:14
Stopp Gewalt gegen Frauen.
Mehr Schutz, mehr Hilfe, klare Regeln: Die SPD kämpft dafür, dass Gewalt gegen Frauen keinen Platz hat, mit dem Gewalthilfegesetz und mit der Forderung "Nur Ja heißt Ja". Unterstütze unsere Kampagne.

Beim Erben läuft heute etwas grundlegend falsch. Wer ein Haus erbt, zahlt Steuern. Wer ein Milliardenvermögen erbt, oft keinen Cent. Das ist nicht gerecht.

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Seit knapp zwei Jahren gibt es die Drohnengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Petershagen. Der Einsatz der Technik bietet einige Vorteile gegenüber den menschlichen Möglichkeiten. Regelmäßig wird für den Ernstfall geübt.

Gernheimer Kaffeesalon stellt am 18. November ein digitales Erinnerungsprojekt vor

In Gernheim erzählt der Historiker auch von den Reaktionen seiner eigenen Eltern auf die NS-Vergangenheit. Sein neues Buch beschäftigt sich mit der Frage, wie die Deutschen die Verbrechen des Regimes mittragen konnten.

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