
Auch im Jahre 2026 setzen wir uns im SPD-Ortsverein Petershagen-Weser, in den sechs Ortsabteilungen und bei der Fraktionsarbeit tatkräftig zum Wohle unserer Stadt Petershagen ein.
Die gleiche Wertschätzung aller Bürgerinnen und Bürger, sozialdemokratische Prinzipien und die Verantwortung für nachfolgende Generationen sind uns dabei besondere Anliegen.
Ihre
SPD Petershagen-Weser
Ein lauer Sommerabend, die idyllische Terrasse von „Mehdi’s“ am Alten Amtsgericht in Petershagen – eigentlich die perfekte Kulisse für entspanntes Beisammensein. Doch die Stimmung bei der offenen Vorstandssitzung des SPD-Ortsvereins Petershagen/Weser war am vergangenen Freitagabend, den 10. Juli 2026, hochexplosiv. Unter der Leitung des Vorsitzenden Friedrich Lange diskutierten die Genossinnen und Genossen sowie zahlreiche Gäste intensiv über brennende kommunalpolitische Themen. Das alles beherrschende Thema: Die geplanten Klinikneubauten der Mühlenkreiskliniken (MKK) und deren finanzielle Sprengkraft für die Kommunen!
Finanzielle Zerreißprobe: Die Krankenhaus-Debatte spitzt sich zu
Der geplante Neubau der Mühlenkreiskliniken (MKK) schlägt im wahrsten Sinne des Wortes teuer zu Buche. Sowohl Katharina Koch aus der Kreistagsfraktion als auch Ingo Ellerkamp aus der Stadtratsfraktion machten in ihren Berichten unmissverständlich klar, vor welchen gigantischen Herausforderungen die Kommunen stehen.
„Die enormen Folgekosten der Klinikneubauten drohen unsere kommunalen Haushalte völlig zu erdrücken“, so der Tenor der hitzigen Debatte.
Es droht ein finanzieller Kahlschlag bei anderen wichtigen freiwilligen Aufgaben der Stadt, wenn hier keine gerechte Verteilung der Lasten erfolgt. Die SPD Petershagen fordert deshalb maximale Transparenz und eine faire Unterstützung durch Bund und Land, damit die Bürgerinnen und Bürger vor Ort nicht die Zeche für die dringend notwendige Modernisierung der Krankenhauslandschaft zahlen müssen.
Zur heutigen Pressekonferenz von Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur erklärt Jochen Ott, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
Es ist gut, dass der Bund mit seinem Sondervermögen das finanzielle Fundament dafür geschaffen hat, damit sich NRW besser gegen die Folgen der Klimakrise schützen kann. Mona Neubaur darf die Mittel aus Berlin und längst beschlossene Maßnahmen jetzt aber nicht zur eigenen Zukunftsoffensive umetikettieren. Der überwiegende Anteil der angekündigten Mittel fließt jetzt aber in die Sanierung landeseigener Gebäude und Infrastruktur. Ihre Sanierung ist notwendig, doch damit holt das Land vor allem überfällige Investitionen nach. Eine umfassende Klimaanpassungsoffensive für Kommunen, Unternehmen und Bürger*innen ist das noch lange nicht. Bei zentralen Vorhaben bleibt zudem offen, wann sie starten, wie viel Geld tatsächlich fließt und nach welchen Kriterien es verteilt wird. Damit bleibt Ministerin Neubaur wieder einmal bei Ankündigungen, ohne einen belastbaren Plan vorzulegen.
Die Antwort auf die Große Anfrage zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) liegt vor. Darin hat die SPD-Fraktion nach den Hintergründen der bislang nicht gestoppten Ausbreitung, der Strategie der Bekämpfung und den weiteren Plänen von Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen gefragt. Hierzu erklärt Julia Kahle-Hausmann, zuständige Landwirtschaftspolitikerin der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
Seit Tag eins verweigert Ministerin Gorißen Führung im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest. Stattdessen hat sie darauf gewartet, bis aus einem Feuerchen ein Flächenbrand wurde. Die Antwort auf die Große Anfrage ist ein Protokoll von Zaghaftigkeit und unterschätztem Risiko.
Im Juni 2025 brach die ASP in NRW aus. Seitdem kleckert Ministerin Gorißen hinter der Lage her. Immer wieder mussten Sperrzonen nachträglich ausgeweitet werden. Eine systematische Kartierung der betroffenen Gebiete mit Drohnen begann erst am 22. Februar 2026, auch weil das Ministerium sich erst am 8. Dezember um Befliegungen bemühte. Die anfängliche Jagdruhe war nachvollziehbar mit der Gefahr begründet, infizierte Wildschweine zu versprengen. Die Antwort auf die Große Anfrage zeigt allerdings auch: Erst im Oktober 2025 wurde in den betroffenen Regionen eine verstärkte Bejagung angeordnet. Damit vergingen zwischen Erstnachweis und umfassender Bestandsreduzierung in Teilen des Gebiets etwa dreieinhalb bis viereinhalb Monate.
Zur heutigen Pressekonferenz von Innenminister Herbert Reul zum Thema Cybergrooming erklärt Jochen Ott, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
„Hinter jeder dieser Taten steht ein Kind, dessen Vertrauen gezielt missbraucht wurde. Cybergrooming gehört damit zu den perfidesten Formen sexualisierter Gewalt. Der Täter kommt heute durchs Smartphone ins Kinderzimmer. Seit Jahren ist eine Verlagerung von Gewalt ins Digitale festzustellen – beim Mobbing ebenso wie bei sexualisierter Gewalt. Genau deshalb muss sich auch der Schutz von Kindern und Jugendlichen verändern: Kinder und Jugendliche brauchen nicht nur im öffentlichen Raum Schutz, sondern genauso im digitalen Alltag.
Cybergrooming ist längt kein Randphänomen mehr. Zumal von einem erheblichen Dunkelfeld ausgegangen werden muss, weil viele betroffene Kinder und Jugendliche aus Angst oder Scham schweigen. Umso wichtiger ist es, Täter frühzeitig zu stoppen und Betroffenen einfache, sichere Wege zu eröffnen, Hilfe zu suchen und zu bekommen.
Innenminister Reul kündigt seit Jahren an, entschlossen gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern vorzugehen. Aktuellen Zahlen des BKA zeigen aber, dass es immer mehr Fälle gibt. Es genügt eben nicht, immer neue Pressekonferenzen über ein wachsendes Problem abzuhalten. Die Landesregierung muss alles daransetzen, Straftaten früher zu erkennen, Kinder besser zu schützen und Täter schneller zu identifizieren. Und besonders wichtig ist: Der Staat muss dort präsent sein, wo Täter ihre Opfer suchen.
Wir haben deshalb bereits vor über einem Jahr ein Online-Kommissariat vorgeschlagen: Kinder und Jugendliche sollten dort niedrigschwellig Straftaten melden, Beweise sichern und schnell Unterstützung erhalten können. Schwarz-Grün hat unseren Antrag abgelehnt. Wir könnten in NRW längst viel weiter sein. Ich bleibe dabei: Wer Kinder wirksam schützen möchte, muss den Kinderschutz konsequent ins Digitale erweitern. Deshalb braucht NRW endlich ein Online-Kommissariat.“
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat heute mitgeteilt, den Härtefallfonds „Alle Kinder essen mit“ im Umfang von jährlich einer Millionen Euro in den Schuljahren 2026/2027 und 2027/2028 fortzuführen. Mit dem Härtefallfonds werden Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien bei der Finanzierung des Mittagessens in Kitas und Schulen unterstützt. Hierzu erklärt Jochen Ott, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
„Kein Kind darf mit leerem Magen in der Kita oder Schule sitzen, weil zu Hause das Geld fehlt. Dass der Härtefallfonds erneut verlängert werden muss, ist deshalb vor allem eins: Ein Zeichen dafür, dass es in NRW immer noch strukturelle Ungleichheit gibt. Familien dürfen nicht dauerhaft auf Härtefallregelungen angewiesen sein, damit Kinder und Jugendliche etwas zu essen bekommen. Sie brauchen verlässliche und unbürokratische Unterstützung.
Aktuelle Zahlen der Bertelsmann-Stiftung zum Bildungs- und Teilhabepaket machen deutlich: In Nordrhein-Westfalen erhalten mehr als 60 Prozent der anspruchsberechtigten Kinder keinen Zuschuss zum Mittagessen. Bei den 15- bis 17-Jährigen ist die Lage noch gravierender. Hier profitieren lediglich 17 Prozent der Anspruchsberechtigten von der Leistung. Das zeigt: Nicht fehlende Ansprüche sind das Problem, sondern ein System, das viele Familien trotz bestehender Rechtsansprüche nicht erreicht.
Deshalb muss die Landesregierung endlich dafür sorgen, dass die Unterstützung auch tatsächlich bei denjenigen ankommt, die darauf angewiesen sind. Leistungen für Kinder und Jugendliche müssen einfacher zugänglich sein und möglichst automatisch gewährt werden. Die beste Lösung liegt auf der Hand: Ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder statt Leistungen, die nicht ankommen. Dafür setzen wir uns seit Jahren ein: Jedes Kind soll eine gesunde Mahlzeit bekommen – ohne Anträge, ohne Bürokratie und unabhängig vom Einkommen der Eltern.“
Immer mehr Kinder in NRW verlassen die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können. Gleichzeitig reagieren erste Kommunen bereits mit Zugangsbeschränkungen für Freibäder. Die SPD-Fraktion bringt deshalb heute einen Antrag in den Landtag ein, mit dem die Schwimmfähigkeit von Kindern systematisch verbessert werden soll. Hierzu erklärt Tülay Durdu, sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
„Schwimmen zu können entscheidet über Sicherheit, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe. Trotzdem verlassen immer mehr Kinder die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können. Wer nicht schwimmen kann, ist nicht nur einem höheren Unfall- und Ertrinkungsrisiko ausgesetzt. Viele Kinder werden auch von Freizeitangeboten ausgeschlossen. Besonders bitter ist, dass die Chancen, schwimmen zu lernen, noch immer viel zu häufig vom Geldbeutel der Eltern oder vom Wohnort abhängen.
Die Ursachen dafür sind seit Jahren bekannt. Es fehlen sowohl Schwimmbäder als auch qualifizierte Lehrkräfte. Gleichzeitig fallen Schwimmstunden aus, weil Hallenbäder marode sind oder lange Anfahrtswege den Unterricht erschweren. Statt endlich für einen verlässlichen Schwimmunterricht zu sorgen, schaut die Landesregierung nur vom Beckenrand aus zu.
NRW braucht einen Neustart bei der Schwimmausbildung. Unser Ziel ist klar: Jedes Kind soll die Grundschule mit dem Schwimmabzeichen in Bronze verlassen. Dafür wollen wir die Schwimmfähigkeit erstmals systematisch erfassen, die Wassergewöhnung bereits im Kita-Alter stärken, Schulen dauerhaft durch Schwimmassistenzen unterstützen und den Ausbau sowie die Sanierung von Lehrschwimmbecken und Hallenbädern deutlich beschleunigen. Schwimmen ist keine Freizeitbeschäftigung. Jedes Kind hat das Recht, sicher schwimmen zu lernen. Dafür muss die Landesregierung Verantwortung übernehmen.“
25.08.2026, 19:30 Uhr - 22:00 Uhr
öffentlich
SPD-Skat
Alte Schule Wietersheim, Unterdorf 9, 32469 Petershagen
29.09.2026, 19:30 Uhr - 22:00 Uhr
öffentlich
SPD-Skat
Alte Schule Wietersheim, Unterdorf 9, 32469 Petershagen